Gute Zeiten? Schlechte Zeiten!

von amfenster

Ich sehe diese Serie seit der 1. Folge und denke immer mehr darüber nach, sie nicht mehr einzuschalten.

Die LS ist nicht mehr das, was sie mal war. LS ist einfach nur noch eine gewöhnliche Soap Opera. […] Mich reizt die LS nicht mehr.

Heute hab ich mich zum Ersten Mal gefragt ob die Lindenstrasse früher auch so war und mir das nur anders und besser vorkam weil ich auch jünger war. Aber irgendwie hab ich meine Zweifel.

Ok, die LS muss schon „mit der Zeit gehen“, das ist klar, Neuerungen sind ok und müssen sein. Aber doch nicht auf Kosten von guten, realistischen, glaubwürdigen, nachvollziehbaren Geschichten? […] Es ist reißerisch geworden!

Irgendwo wird ein Problem an die Wand gemalt und der Zuschauer steht davor und soll sich schnell seinen Reim drauf machen, bevor die Maler kommen und alles wieder übertünchen.

Für mich klingt das nach desinteressiertem, gelangweiltem Abgeben von Auftragsarbeiten. Man macht es, weil man Geld bekommt, aber Mühe lohnt das nicht. Diese Arbeitshaltung dahinter ärgert mich.

Ist das das neue Lindenstraßen Niveau?

Wenn die an sich tollen Geißendörfer-Leute nicht die Kurve ganz schnell wieder kriegen, könnte es eng werden…

War das wirklich eine Folge meiner einst heissgeliebten „Lindenstraße“? […] Ich bin eine treue Zuschauerin […] Und vor allen Dingen habe ich mich immer auf den Sonntagabend gefreut! Aber ich denke, das ist auch bald vorbei, wenn es so weiter geht wie heute!

Seit einigen Folgen hat sich meine geliebte „Lindenstraße“ sehr zum Nachteil verändert: stark kostruierte Handlungsstränge, unrealistische Auflösungen, viel zu schnelle Abhandlung der einzelnen Problematiken, übertriebene Dramatik und unglaubwürdige, überzogene Schauspielerei.
Ist das jetzt der neue Weg, den die Serie gehen will? Den gehe ich nicht mit und ich würde nach 30 Jahren regelmäßigem LiStra- Konsum tatsächlich nicht mehr einschalten. […] Ich würde euch sehr vermissen!

Als Listra-Fan der ersten Stunde, verliere ich langsam die Freude an dieser Sendung. Schade!

Ich schaue die Listra seit „fast“ der ersten Stunde an und gestern kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass man die halbe Stunde verschwendet hat! […] Normalerweise bin ich auf die nächste Folge gespannt, aber jetzt ist die Schmerzgrenze erreicht.

Mein Gott…… Was ist nur aus der Lindenstraße geworden? Das tut ja beim Zuschauen weh….

Also irgendetwas funktioniert nicht mehr so richtig bei der Handhabung der neuen Figuren.

Ja ich weiß, wo der Knopf zum Ausschalten ist!
Ich möchte jedoch trotzdem mal sagen, dass ich es sehr schade finde, dass diese Kultsendung derart verkommt.

… Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
*aber bei dieser Folge ging ich dazu in den Keller*

…hier geht es derzeit rasant nach unten, wobei ich noch nicht von der Nevercomeback-Airline sprechen möchte.

Ist schon klar, dass nicht jede Folge der Hammer ist, aber was derzeit gezeigt wird, ist sehr sehr dünn!!

die gestrige Folge ging echt gar nicht. Wieder einmal der Beweis wie sehr die LS nachgelassen hat.

„Ich will rumcruisen“, verkündet das neue Lindenstraßen-Luderchen, und, als Cliffhanger: „Der Zenker steht voll auf mich.“
Der Zenker vielleicht, der Zuschauer wendet sich jedoch mit Grausen.

„Wieso hacken alle auf Chantal rum?“
Weil das eine von vorne bis hinten an den Haaren herbeigezogene Geschichte ist, die jedes Fünkchen Logik und jeden Zipfel Realität weit von sich weist (Das war nämlich ursprünglich mal die große Stärke der Lindenstraße).

Der ganze Charakter und die ganze Geschichte scheinen mit heisser Nadel gestrickt und unüberlegt aufgebaut zu sein […]

Ich mag „böse“ Charaktere. Die braucht die Serie. Eine Serie wird auch nicht schlecht, wenn die Hauptfigur böse ist.  […] Aber eine Geschichte wird dann schlecht, wenn die Protagonisten platt und lieblos geschrieben werden. Und das ist Chantal. Oberflächlich, plakativ, ohne jeden Tiefgang. Langweilig, ärgerlich. […] Ich fühle mich durch solche Comicfiguren wie Chantalle als Zuschauer verar***t und von den erdichtenden Autoren nicht ernst genommen.

also erst muss ich mal loswerden, dass Chantal der Sendung überhaupt nicht gut tut. Durch die Kombination Chantal-Lea bekommt die LiStra so langsam Soapcharakter und das find ich echt schlimm.

Zum ersten mal seit etlichen Jahren sehe ich meinem Urlaub total gelassen entgegen. Denn ich werde nichts verpassen, da bin ich ziemlich sicher.

Die Lindenstraße verliert momentan massiv an Qualität!!! Bitte wieder zurückrudern.

ich bin ein fan von anfang an aber gestern hab ich zweimal versucht die folge bis zum ende zu schauen… und hab mich immer gefragt ist das meine serie oder bin ich bei r*l gelandet… warum flacht die lindenstrasse immer weiter ab… schade

Ich habe das Gefühl, daß die Luft raus ist, die Sendung hat sich sehr verändert. Die Lindenstraße wie sie heute ist, würde ich nicht einmal vermissen.

Nein, ich gehöre auch nicht zu denen, die ständig drohen, in Zukunft nicht mehr zu schauen. Nein, ich bin eine treue Seele. Aber so langsam…

Ich sage es wirklich nicht gerne – aber so macht mir die Lindenstraße keinen Spaß mehr. Lieber Herr Geißendörfer, ich denke, es ist allerhöchste Zeit für eine Lindenstraßen-Rettungsaktion!

Das muss man nicht haben! Habe mir nach der letzten Folge ernsthaft die Frage gestellt, ob ich mir nicht eine neue Lieblingsserie suchen soll.

Das sind nur einige Stimmen aus der aktuellen Zuschauerpost der Lindenstraße. Sicher, Untergangspropheten und „Früher-war-mehr-Lametta“-Genöle gab es schon immer. Aber in dieser Massivität? Was ist da passiert?

Stein des Anstoßes ist die vor kurzem eingeführte Figur der Chantal Löhmer.

Chantal ist eine der zwei leiblichen Töchter von Sandra Sarikakis, die ihr einst vom Jugendamt weggenommen worden waren. Sandras Verhältnis zu ihren Töchtern war bereits vor einigen Jahren Thema eines größeren Handlungsstrangs, Chantal war sogar mal eine Folge lang zu Besuch, und es kam zu einer vorsichtigen Annäherung zwischen Mutter und Tochter. Das Ganze wurde dann im Handstreich zu Grabe getragen, als für eine Leihmuttergeschichte ein ganz, ganz sehnlicher Kinderwunsch bei Sandra und ihrem Mann Vasily hermusste – bereits vorhandene Leibesfrüchte hätten da natürlich nur gestört, und so verschwand Chantal mittels SMS wieder aus Sandras Leben. Bis sie nun vor drei Wochen unangekündigt auf der Matte stand und seitdem ein falsches Spiel nach dem anderen spielt.

Keine Sympathieträgerin also. Aber warum fallen die Reaktionen auf sie gleich so heftig aus? Nun, vielleicht kristallisiert sich in der Figur, in der ihr zugedachten Handlung und in der Art, wie ihre Geschichte erzählt wird, vieles von dem, was uns Langzeit-Fans die Lindenstraße in jüngster Zeit so fremd gemacht hat.

Effekthascherei statt Tiefgang

Die Voraussetzungen, unter denen die neue Figur Chantal in die Serie gekommen ist, sind ja gar nicht mal die schlechtesten: eine Tochter, die bei Pflegeeltern aufgewachsen ist, eine Mutter mit Drogenvergangenheit – das wäre an sich ein typisches Lindenstraßen-Thema. Was passiert da, welche Konflikte haben die beiden auszutragen, welche Fragen stellen sie einander?

Aber all das spielt keine Rolle. Die Verbindung Sandra – Chantal war nur ein Vehikel, um ein „schönes Biest“ in die Serie zu hieven, das man dort nun offenbar für nötig hält. Es geht hier nicht um Charaktere und ihre Geschichten, sondern lediglich um das Abfeiern eines ausgelutschten klassischen Soap-Stereotyps. (Der Pressetext zur Einführung Chantals ist bezeichnenderweise überschrieben mit „Beauty, aber Biest!“)

Diese Schablonenhaftigkeit ist – nun ja, kein ganz neues Phänomen. Es gab z.B. mit Julian Hagen vor Jahren schon mal so einen hintergrundlosen Bösewicht, der einfach nur so und ohne irgendwelche Motive fies war. Wenn nun aber so viele Zuschauer genau jetzt das Gefühl haben, die Plattheit in der Figurenzeichnung und die Oberflächlichkeit im Geschichtenerzählen hätten in der Lindenstraße eine neue Dimension erreicht, liegt das vielleicht an zwei weiteren Phänomenen, durch die sich die Chantal-Story auszeichnet: die Infantilisierung und die Vervollpfostung.

Infantilisierung

Dass mit Chantal ein hübscher Teenager in die Straße kommt, der auch gleich mit Co-Teenager Lea anbandelt, ist natürlich jenem Phänomen geschuldet, dass in Fankreisen gerne als „Jugendwahn“ geschmäht wird. Ich kann kaum umhin, in diesen Chor einzustimmen, denn ich sehe nicht, für wen außer für Backfische (und für notgeile Säcke) dieses ganze Gedöns interessant sein sollte. (Ziemlich unkreativ im Übrigen, als Andockstation für einen jungen Neuzugang nun schon wieder ausgerechnet Lea zu benutzen – wie zuvor schon bei Caro und Orkan.)

Ich sehe ja das Dilemma, in dem die Macher sich befinden. Wollen sie den Bestand der Serie gewährleisten, müssen sie jüngere Zuschauer ansprechen. Ob dieses Unterfangen allerdings gelungen ist, wenn sich die alten Fans reihenweise verprellt fühlen und entfremdet von der Serie abwenden, kann bezweifelt werden.

Eine andere Frage ist, ob das Jungvolk das alles mal nicht als genau die Anbiederei wahrnimmt, die es ja auch ist. In diesem Fall wäre es wohl einfacher, den Ofen gleich direkt in die Luft zu sprengen.

Vervollpfostung alter Charaktere

Helga Beimer, über Jahrzehnte als in ihrer unendlichen Gutherzigkeit manchmal etwas naiv, aber niemals als doof dargestellt, agiert nun vollkommen vertrottelt, indem sie sich von den guten Manieren dieser „Schontall“ blenden lässt und geradezu manisch darauf besteht, ihre Enkelin Lea solle sich doch mit dem Mädel anfreunden. Nachdem dies in verblüffender Geschwindigkeit geglückt ist, sind wir inzwischen schon in dem Stadium, in dem „Chantal“ das Zauberwort ist, mit dem Lea ihrer Oma sämtliche Zugeständnisse und Freiheiten aus dem Kreuz leiern kann. Unserer heißgeliebten Helga – immerhin tragende Säule der Serie – ist diese Trotteligkeit schlicht unwürdig.

Ähnlich der 65jährige Andy Zenker, dem der Verstand in die Hose rutscht, sobald die 17jährige Chantal plump berechnend den Ausschnitt lüftet. Ja, Andy hatte immer schon besonders viel übrig für die weiblichen Reize – aber als notgeilen Bock, der sich von einem Paar jugendlicher Brüste in die nächstbeste Intrige locken lässt, haben wir ihn noch nie gesehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass alteingesessene Charaktere in die Vollverblödung verbogen werden. Ich erinnere an den albernen Streit zwischen Andy Zenker und Hans Beimer anlässlich des ebenfalls hirnrissigen Taxiunternehmens „HAndy“, oder an den (überraschenderweise, *gähn*) versemmelten Hausbau der Beimer-Zieglers. Aber in Verbindung mit der Plattheit der Figur Chantal und der Infantilität der Handlung ist das jetzt doch so etwas wie ein Tiefschlag.

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Und jetzt muss ich doch noch ein wenig ausholen, und meinem Besinnungsaufsatz aus dem letzten Jahr (der immerhin von Lindenstraßen-Autor Michael Meisheit bei Facebook lobend erwähnt wurde) einen noch leisen, aber anschwellenden Verzweiflungsschrei hinzufügen.

Auf ähnliche Weise wie jetzt die Chantal-Nummer ist im letzten Herbst ja auch schon die Geschichte um „Biker“ Ben (die Figur wurde per Zuschauervoting getauft!) aus dem Ruder gelaufen: Da tauchte aus dem Nichts, aber mit viel Tamtam, ein schweigsamer Muskelprotz auf, der – von viel Bühnennebel Zigarettenrauch umhüllt und mit nevadaheißen Gitarrenakkorden untermalt – die Rache an seiner toten Mutter plante (!), sich dabei aber in die ehemalige Ziehtochter des als Opfer auserkorenen Dr. Dressler verliebte, was dann allerlei nackte Haut und einen unsäglich peinlichen Showdown in der Villa Dressler zur Folge hatte, bei dem natürlich niemand zu Tode kam und der auch sonst keinerlei ernsthafte Konsequenzen zeitigte.

Viel Lärm um nichts also. Ein Strohfeuer, aber nichts, was bleiben würde. Und vor allem: keine wahrhaftige Geschichte, die uns aus und vom und über das Leben erzählt. Konstruierte Dramatik statt Drama. Soap, und nichts, was darüber hinauszugehen sich auch nur die Mühe machen würde. Einfach nur Soap, die sich in ein paar kunstvoll hingedrechselten Spannungsmomenten selbst genügt.

Oder die Geschichte um Philipp Sperling und seine prügelnde Gattin Conny. Frau schlägt Mann – endlich mal wieder ein echtes Linden-Thema, beklemmend gespielt und teilweise an die Grenzen des im Vorabendprogramm Möglichen gehend inszeniert. Ein Highlight! Drei Folgen lang. Dann wurde Conny von der großen EHEC-Epidemie dahingerafft, die auch Josi Stadler das Leben kostete (und die der Anlass für eine in schlimm übertriebener, „kühler“ Anatomieserien-Optik inszenierte Klinik-Folge war). Seitdem kann Philipp „gar nicht so richtig um Conny trauern“ und ist „irgendwie erleichtert“. Thema abgehakt und erledigt, für eine Erwähnung in der „Heiße-Eisen“-Liste beim nächsten Serienjubiläum wird’s reichen.

Oder Murat Dağdelen, der in seinem Bioladen Nicht-Bio-Ware verkaufte und dabei ein so schlechtes Gewissen hatte, als würde er mit seinen gespritzten Äpfeln die Straße vergiften. Auch hier wieder: Schummelei im Bioladen – super Thema eigentlich. Aber was war seine Motivation? Der Traum seiner Frau Lisa, den Sohn Paul auf ein schweineteures Fußball-Internat zu schicken – wozu ein paar zum Bio-Preis verkaufte Normalo-Äpfel natürlich das naheliegende Mittel der Wahl sind. Ebenso hanebüchen die Auflösung (drei Folgen später versteht sich): ein Besuch von der Gewerbeaufsicht in einer ganz anderen Sache, der Murat aber derart Blut und Wasser aus den Poren trieb, dass er dem Bio-Betrug sofort abschwor. Paul fand den geplatzten Traum dann gar nicht so schlimm, Thema abgehakt und erledigt, und wir können auf die Liste schreiben, dass es im Bio-Gewerbe schwarze Schafe gibt und – hoho! – Geißendörfers Linkenstraße den Mut hatte, das mal anzusprechen.

Ob es den Autoren, Dramaturgen, Redakteuren mal in den Sinn kommt, dass sich die Zuschauer bei dieser Schlagzahl und der offensichtlichen Folgenlosigkeit vieler Handlungsstränge um ihre Anteilnahme am Geschehen betrogen fühlen und sich fragen könnten, warum sie sich überhaupt noch auf eine Geschichte einlassen sollen, wenn doch drei Wochen später sowieso schon wieder alles egal ist?

Pure Effekthascherei scheint auch immer öfter die Triebfeder bei der Einführung neuer Figuren zu sein. Und ich glaube, das ist ein wesentlicher Grund dafür, warum viele Neuzugänge der letzten Zeit bei den Stammzuschauern als Flops gelten. Es stimmt natürlich, dass neue Charaktere es immer ein bisschen schwer haben bei einem Publikum, das seit über 27 Jahren mit Mutter Beimer lebt. Es stimmt aber auch, dass in den letzten Jahren besonders viele Rohrkrepierer darunter waren, die kaum dem natürlichen Erzählfluss entsprungen zu sein schienen, sondern dem verkrampften Willen der Autoren, auf Biegen und Brechen diesen oder jenen Typ in die Serie zu pflanzen oder ein paar Folgen lang eine „große Geschichte“ aufzublasen ohne danach zu wissen, wohin mit den Protagonisten. Es hat vielleicht etwas mit Aufrichtigkeit im Geschichtenerzählen zu tun, für die wir Zuschauer ein recht feines Sensorium haben. Wie heißt es so schön: Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Richtig ist nämlich auch, dass die vor einem halben Jahr neu hinzugekommene Figur der Iris Brooks gezeigt hat, wie es auch gehen kann: unspektakulär, ohne Drama und aufgesetztes „Polarisieren“. Iris passt in den Lindenstraßen-Kosmos und wurde denn auch von den meisten Fans mit offenen Armen empfangen und von Anfang an gemocht.

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Ich schließe mit einem Appell, den man sich wahlweise unter schwingenden Transparenten kämpferisch deklamiert oder auch flehentlich auf Knien rutschend dahingegreint vorstellen mag:

Bitte, liebe Verantwortliche, lieber Herr Produzent, liebe Autoren, liebe Redakteure, liebe Regisseure: Kommt zur Besinnung und kratzt die Kurve! Erinnert auch daran, was die Lindenstraße einmal sein wollte, und was sie – bei allen Holprigkeiten – einmal war. Wir wissen, unter welchem Druck ihr steht, und welchen Spagat ihr da zwischen Fans der ersten Stunde und neu zu gewinnenden Zuschauern hinbekommen müsst. Und wir alle stehen hinter euch, wenn es darum geht, der Lindenstraße eine möglichst lange und fröhliche Zukunft zu sichern. Wenn wir aber das Gefühl haben, dass das nicht mehr unsere Lindenstraße ist – und dieses Gefühl haben immer mehr von uns -, dann läuft da was schief, dann fragen wir uns, wohinter wir eigentlich noch stehen sollen. Vielleicht gehen wir euch dabei über kurz oder lang verloren.

Es ist so schlecht, so unterirdisch, kitschig und gewöhnlich, so banal und langweilig! Du bedienst jedes Klischee. Du biederst dich deinem Leser an. Du verweigerst ihm das Geschenk, ihn zu überraschen und auf höchstem Niveau zu unterhalten. Das ist Gosse! Damit verdienst du vielleicht richtig Kohle. Aber was du erzählen wolltest, und vor allen Dingen wie, das ist da nicht mehr drin.

Suzanne Richter in Folge 1116, Buch: Susanne Kraft
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