Peite Reloaded (2)

von amfenster

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich der Panflöten-Helden meiner Kindheit, Kamac Pacha Inti, erinnert und dabei die Frage in den Raum geworfen habe, ob die Gruppe schon als solche aus Chile emigiriert ist oder sich in Deutschland neu formierte.

Nicht, dass es dazu neue Erkenntnise gäbe. Aber auf der Facebook-Seite von Kamac Pacha Inti, die offenbar von Edouardo Cavour betrieben wird, habe ich ein interessantes Detail entdeckt: ein Foto dort ist untertitelt mit „Kamac Pacha Inti de München“. (Ein anderes Bild zeigt die gleiche Besetzung in der Münchner Fußgängerzone (!).)

Und um noch ein wenig ins Reich der Spekulation abzutauchen: Auf genannter Facebook-Seite gibt es viele, sehr viele Fotos. Alte, uralte und neue; manche zeigen offenbar andere Gruppen, die in irgendeiner Beziehung zu Cavour und/oder Kamac Pacha Inti stehen; auf anderen wird verstorbener Mitmusiker gedacht, bei wieder anderen handelt es sich um Urlaubsschnappschüsse oder Bildern aus dem Instrumentenfundus. Im Zentrum steht ganz offensichtlich Edouardo Cavour (daher auch meine Vermutung, dass es seine Facebook-Seite ist).

Nun existiert Kamac Pacha Inti ja schon lange nicht mehr, und auch die neueren Fotos tun nichts, um den Eindruck zu erwecken, dass es die Gruppe noch oder wieder gäbe.

Kombiniere: Wenn Herr Cavour seine gesammelten Musiker-Erinnerungen unter dem Namen Kamac Pacha Inti ins Netz stellt, ist dieser Name vielleicht mehr in Richtung eines losen Musikerpools zu verstehen, der nicht notwendigerweise an eine feste Formation gebunden ist. (Ein weiteres Detail ließe sich evtl. auch in dieser Richtung interpretieren: Wenn ich die Bildunterschriften richtig deute,  werden in ihnen hin und wieder einzelne Musiker als „Kamac“ bezeichnet.)

Was wiederum die (meinem Bauchgefühl nach ohnehin nicht geringe) Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, dass Cavour nur den Gruppennamen mit nach Deutschland gebracht hat und „Kamac Pacha Inti de München“ gegenüber der chilenischen Band tatsächlich eine Neugründung war.

Soweit also die neuesten Meldungen aus der Peite-Forschung.

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