Wie ich für einen Abend Monica Bleibtreu war

von amfenster

Im Rahmen des Augsburger Mozart-Festes 2008 wurde am vergangenen Samstag eine Auftragskomposition von Annette Focks uraufgeführt, umrahmt von Haydns „La Reine“- sowie Mozarts „Jupiter“-Symphonie. Über Vitamin B war ich zu einer Freikarte gekommen, auf der – man glaubt es kaum – kein geringerer Name stand als „Monika Bleibtreu“ (mit k statt c). Nun fragt man sich natürlich: warum?

Nun, Annette Focks hat nicht nur den am Samstag uraufgeführten „Musikalischen Briefwechsel“ komponiert (eine in Musik gefasste, fiktive Antwort des „Bäsle“ an Wolfgang Amadeus, so das etwas verquere Konzept), sondern auch die Filmmusik zu „Vier Minuten“, in dem die Bleibtreu die Hauptrolle spielt. Offenbar hatte dieser Umstand zur Folge, dass die großartige Mimin sich zur Premiere des jüngsten Fockschen Oeuvres ankündigte. Eine honorable Sache.

Dass Frau Bleibtreu der Veranstaltung dann doch fernblieb, ist da schon deutlich weniger ehrenwert, auch wenn es laut Mitarbeitern des Veranstalters (denen ich meine Freikarte verdanke) schon seit einem halben Jahr klar war.

Andererseits ermöglichte es mir ja erst, einen Abend lang Monica Bleibtreu zu sein. Wenn das letztlich und unterm Strich nicht doch ein veritabler Grund zur Freude und Bleibtreu-Anbetung ist!

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